Der “Fall” Schavan oder auch Schavans…

…zeigt erneut deutlich, worauf es beim Lesen und Schreiben von Texten ankommt: Man muss sein Handwerk beherrschen! Was ist ein Plagiat? Was ist eine Paraphrase? Was ist ein Zitat? Was unterscheidet eine wissenschaftliche Arbeit von einem anderen Text, etwa einem Bericht oder einer Reportage?

In der Schule ab Klasse 10 lernt man heute als Regel: Nie darf man fremde Erkenntnisse und Gedanken als eigene darstellen, sich also mit “fremden Federn schmücken”!

Paraphrasen sind natürlich in einem Diskurs unvermeidlich, deshalb die Kennzeichnungen und Fußnoten!

Ich will den “Fall” hier nicht beurteilen,  erlaube mir aber diesen Kommentar:  Deutlich zeichnet sich für mich ab…

  • Gutachter und Betreuer haben “schlecht beraten” bzw. schlampig gearbeitet! Die Arbeit wurde meines Wissens mit “sehr gut bewertet”!
  • Frau Schavan hat ein Jahr Zeit gehabt, ihre Arbeit in Ruhe erneut zu lesen und ggf. “handwerkliche Fehler” einzuräumen.
  • Dass eine “Täuschungsabsicht” bestanden hat, ist m.E. unwahrscheinlich, darauf hat auch ihr Doktorvater hingewiesen: Wieso sollte sie ausgerechnet eine Arbeit über das “Gewissen” schreiben und dann absichtlich ihre Leser “hinters Licht führen”?

Fazit: Schade und ein traurig / tragischer “Fall” – aber der Rücktritt war unvermeidlich und verdient Respekt!

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