Interview mit Daniel Stelter

Photo: Peter H Bloecker

(…) “Nehmen wir Italien: Die Italiener haben nach Daten der Credit Suisse das größte Privatvermögen relativ zum Bruttoinlandsprodukt in Europa, noch vor den Schweizern. Zugleich haben sie die wenigsten Privatschulden, noch weniger als wir Deutsche. Eine einmalige Vermögensabgabe von 20 Prozent würde genügen, die Staatsschulden Italiens um 100 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt zu senken. Soweit muss man ja nicht gehen, aber schon eine Abgabe von 10 Prozent würde rund 990 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen. Auch dann wären die Italiener noch deutlich vermögender als wir Deutschen. Nach einem solchen Schritt könnte der italienische Staat andere Steuern und Abgaben senken und müsste auch keinen Primärüberschuss, also einen Haushaltsüberschuss vor Zinszahlungen, erzielen. Das Wachstum – und das ist das große Problem des Landes – könnte so gestärkt werden und damit auch die Schuldentragfähigkeit. Dies nicht zu tun, und stattdessen auf gemeinsame Schulden zu setzen, verlängert nur das Leiden. Würde ich das wollen, wenn ich Italiener wäre? Natürlich nicht, solange es andere Geldquellen gibt. Und damit sind wir beim Kernproblem der Diskussion. Aber nochmals: Ich finde, wir sollten den Italienern helfen und direkte Zahlungen leisten. Aber es wäre gut, sie würden einen Eigenanteil bringen.”

Die Italiener sind reicher als die Schweizer …

In Wirtschaftswoche.de

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