Marlene Dietrich

Photo by Michael Maasen on Unsplash

“Zeitgeschichte – Vom Nichtmehr zum Nochnicht – Politik – SZ.de

Der Historiker und Publizist Volker Ullrich erzählt eindrucksvoll von den letzten Tagen des nationalsozialistischen Regimes im Mai des Jahres 1945.

Es war ein wahrlich unerwarteter Besuch, der sich am 7. Mai 1945 bei Oberleutnant Arnold Horwell ankündigte: “Captain Dietrich” hieß die Soldatin in Kampfstiefeln, die sich beim stellvertretenden Camp-Kommandanten von Bergen-Belsen, dem erst vor wenigen Wochen befreiten Konzentrationslager, vorstellte. Sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester Liesel. Und dann verstand Horwell, wer da vor ihm stand: Es war Hollywoods glitzernder deutsch-amerikanischer Superstar, Marlene Dietrich.

Erst kurz zuvor war Dietrich als Truppenbetreuerin mit den amerikanischen Streitkräften in München gelandet. Über Umwege hatte sie davon gehört, dass sich jemand im Konzentrationslager Bergen-Belsen gemeldet und sich als ihre Schwester ausgegeben hatte. Bergen-Belsen war ein Ort des Grauens: Leichen, wohin man blickte, und das Sterben sollte auch in den Tagen nach der Befreiung weitergehen. Zu entkräftet waren die wenigen Überlebenden. Und Elisabeth Will, die Schwester von Marlene Dietrich? Sie gab es wirklich – nur war sie eben keine der gepeinigten Häftlinge, sondern hatte mit ihrem Mann ein Kino für Wehrmacht – und die SS – betrieben.

Am gleichen Tag, das Land war eigentlich[…]”

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