Literatur ab 1945

Dokumentation aus dem Fritz-Reuter-Gymnasium, Dannenberg (Elbe)

Leistungskurs Deutsch (eA) – Fachlehrer Bloecker – Abiturvorbereitung 2012
Diese Seite dient der Abiturvorbereitung  – 2012 – alle Schüler beider Kurse DE3 und DE4 können sich hier unabhängig von ihrer Lehrkraft Anregungen holen, vor allem die Lektüre „Adler und Engel“ (JULI ZEH) betreffend, aber ggf. auch allgemein auf ein späteres Studium der Germanistik bezogen. Dieser Blog ist ein zusätzliches Angebot und es besteht keine Verpflichtung für die Teilnehmer beider Kurse, sich hier zu informieren.

Besonders zu empfehlen für die Vorbereitung des Abiturs: Zeit/Schule >>> Hier der allgemeine LINK zur LITERATUR!

> Ganz unten dann die zeitgenössische bzw. aktuelle LITERATUR.

Erste LINKS

Die Lektüre des Romans ist verbindlich für alle – ich umreiße hier kurz meine Erwartungen für eine erfolgreiche Unterrichtsteilnahme bzw. Mitgestaltung:

Beim Lesen sollte man mit einem Bleistift wichtige Textstellen markieren, am besten mit einer Legende versehen, wie in der Sek I vermutlich geübt: Symbol, Metapher, Leitmotiv, Thema, Charakter, SIC, Ausrufezeichen, Fragezeichen u.a.m.

Eine Inhaltsangabe muss im Jg 12 jeder schreiben können, das wird hier also nicht geübt bzw. verlangt. Dennoch kann ich ein – am besten digitales – Tagebuch beim Lesen empfehlen, weil jede intensive Lektüre auch zum Schreiben anregen sollte.  Also kurz: Tagebuch führen, am besten so, dass niemand Einblick nehmen kann, denn alle Gedanken und Notizen gehören dir allein und sind nicht öffentlich! Später kannst du daraus selbstverständlich schriftliche Beiträge gestalten, die von der Lehrkraft bewertet werden. Gleichermaßen können gut formulierte Gedanken vor Klausuren oder dem schriftlichen Abitur erneut nachgelesen werden und – je nach Aufgabenstellung – geschickt in den zu schreibenden Text integriert werden.

Die im Schülerarbeitsbuch formulierten Leitfragen sind gut geeignet, sich gezielt auf die Behandlung der Lektüre im Unterricht vorzubereiten.

Ein vertiefendes Textverständnis setzt die Erarbeitung folgender Bereiche voraus:

  • Personenkonstellation und Charakterisierung
  • Adoleszenz (vgl besonders Kap. 6)
  • Zusammenhang von Gestaltung der Figuren und Erzählperspektive (vgl besonders Kap. 7)
  • Beschreibung der Kommunikationsstrukturen (vgl dazu u.a. das Modell Schulz von Thuns) Max und Clara – Max und Jessie
  • „Eagels and Angels“ (vgl dazu Arbeitsheft S. 83 ff.)
  • Der historische Hintergrund (Abriss)
  • Menschen- und Weltbild
  • Biographisches
  • Rezeption
  • Zum Hörpiel „Adler und Engel“ – youtube.com
  • Background zum Roman „Adler und Engel“ am besten über GOOGLE: Stichwörter wie Bosnienkrieg, Jugoslawienkrieg, Arkan oder Tiger, Dayton-Abkommen u.a.m. können dem Text entnommen werden…. viel Erfolg dabei!
  • Teil der Vorbereitung zum Abitur (Thema Postmoderne Literatur) ist ein Besuch des Thalia Theaters in Hamburg (Gaußstraße 190) – das Stück „Axolotl Roadkill“ nach dem Roman von Helene Hegemann. Eine kurze Recherche im Netz zum Erfolg ihres Romans – sie war bei der Veröffentlichung erst 17 Jahre alt – lässt hoffen, dass die Bühnenfassung ein spannender Abend wird!
  • Hier meine Impressionen vom gestrigen Abend (08. NOV 2011):  – Wir werden morgen nach dem Referat über Bölls „Ansichten…“ Gelegenheit haben, den Theaterbesuch auszuwerten! Nur soviel vorweg: Die 4 Schauspieler haben mir  gut gefallen, der Brechtsche „Bilderbogen“ mit dem Fließband, den flotten Kostümen und den vielen Symbolen und Requisiten und knappen eindrucksvollen Szenen war teilweise eindrucksvoll, die Texte / Dialoge aus dem Roman manchmal sehr abstrakt, gewöhnungsbedürftig und natürlich voll übertrieben! Intellectual bullshit! Wer sich im Internet auskennt und den TRASH dort mag, wird auf seine Kosten gekommen sein! Also kurz ein Spiegel unserer heutigen „voll krassen“ Zeit und irgendwie nicht meine Welt! Zum Glück habe ich Berlin bzw. die Großstadt verlassen und muss mich mit dem sogenannten MÜLL nicht auseinandersetzen! Da alles ironisch daherkam, ist die Kritik unserer Wohlstandsgesellschaft und ihrer „Kinder“ ziemlich dick aufgetragen und fern jeder Wirklichkeit! Junge Menschen, wie ich sie kenne und erlebe, beschäftigen ganz andere Dinge…denke ich.
  • Heute die Nachbesprechung im Kurs DE4 eA des FRG: Vorweg ein Referat zu Bölls Roman „Und sagte kein einziges Wort“, das die TN mit freundlichem Beifall würdigten, ein Nachtrag zur unmittelbaren Nachkriegszeit 1953. Wie kann eine Ehe mit Kindern „fast scheitern“, obwohl sich beide Partner innig lieben? Die Diskussion zum Stück „Roadkill“ konzentrierte sich auf die folgenden Fragen:
    – Mit welchen Erwartungen gehen wir ins Theater?
    – Müssen wir möglichst viel über ein Stück wissen, bevor wir es uns anschauen?
    – Wie ist die Romanvorlage hier bearbeitet worden? Wurde die Autorin einbezogen?
    – Abscheu, Abwehr, Ablehnung des Stoffs und der Darstellung der Themen;
    – Die Leistungen des Teams, insbesondere Schauspieler und Regisseur / Bühne und Requisiten, wurde anerkannt und mit Prädikaten „gelungen“ und „sehr gut“ versehen: eindrucksvolle Bilder „wie im Film“.
    – Abschließend wurde als zentrale Frage erörtert: Wer kann denn dem Mädchen in dieser Situation helfen, wenn die Familie, Ursache der Misere, das nicht leisten kann? Hier lagen die Ansichten naturgemäß weit auseinander: Freunde / Freundinnen wohl kaum, die seien ja auch überfordert und würden sich distanzieren! Lehrer, Schule, Institutionen? Können die das leisten, wenn sie nicht einmal erscheint / am Unterricht teilnimmt? Psychiater und Ärzte? Würde sie denn Termine regelmäßig wahrnehmen? Offen blieb das Thema „Identitätssuche und – findung“, das kann dann ja in den schriftlichen Übungen der kommenden Monate vertieft werden. Konsens bei fast allen: Ein spannender Abend und ein Besuch, der sich gelohnt hat…
    glaubt
    phb
  • LINK zum Blog von Airen, aus dem die Autorin viele Zitate in ihrem Roman übernahm.
  • FAZ Rezension – als Beispiel

Kleine Unterbrechung – die Mock Exams haben begonnen, einige fehlen wegen der Klausuren unter Abiturbedingungen. Einige nehmen „ihr Bürgerrecht“ wahr und demonstrieren in Lüchow gegen den Castortransport! Wie auch immer, 50 % der Schüler/-innen sind anwesend und wollen für die kommende Klausur vor Weihnachten üben. Es kommt zur Diskussion eines möglichen Semesterübergriffs (letzte Aufgabe). Nach kurzer Diskussion einigen sich die TN auf zwei Möglichkeiten: Semster Lyrik oder Thema Verantwortung? Oder vielleicht auch beides? Ich schweige und höre zu, denn Text und Aufgaben stehen noch nicht fest! Abschließend dann mein Kommentar: Dann grüßt mal alle schön, die heute abwesend waren! Wenn sich die beiden Fachlehrer einig sind, dürft ihr wieder nachfragen 🙂

Drei bis fünf wichtige Referate habe ich zu verteilen nach dem Prinzip FIRST COME – FIRST SERVE: Zeitrahmen für Lektüre und Vorbereitung wäre NOV / DEZ – im neuen Jahr dann das Referat ab JAN – zur Not auch FEB 2012. Bewerben sollten sich alle, die sich bisher mit 11-12 Punkten bewertet haben!

  • Texte sind: Böll, Ansichten eines CLOWN (Roman) – vergeben
  • Francois Lelord – Hector und die Entdeckung der ZEIT (Roman) – vergeben
  • Erich FROMM – Die Kunst des Liebens (Sachtext)
  • LINK zum Thema ZEIT und ENTSCHLEUNIGUNG: Webseite von Fritz – Reheis (vergeben)
  • Die „Deutsche Kassandra“ (SZ) – Christa Wolf starb am 01.12.2011 im Alter von 82 Jahren in Berlin. (vergeben)
  • Jan Peter Bremer – Alfred-Döblin-Preis 2011
  • Ausgangstext für die letzte Klausur – Abiturbedingungen – 5 Zeitstunden am 15.12.11

Erwartungshorizont Aufgabe 1:
1.    Kontext „Früher – heute“ & Religion / Glauben:
Am Bsp. Augustins, der mittels göttlicher Inspiration zum Buch fand, leitet die Autorin IR, Feuilletonchefin DIE  ZEIT – sie lebt im Wendland hier „bei uns“- ihre Hauptthese / die Kernaussagen ein: „Lesen sei ein weltumstürzendes Wunder“.
2.    Sie formuliert dann rhetorische Fragen, ob das „Weltwunder lesen“ in der heutigen Medien- und Entertainmentlandschaft noch erkannt werde. Tröstlich sei vielleicht zu bewerten, dass es auch damals (vgl. oben)  nur wenige Leser gab.
3.    Die Idee der Aufklärung habe versagt – vgl. dazu Ideen der POSTMODERNE: Gleichheit, Brüderlichkeit und Freiheit FÜR ALLE habe es nie gegeben und werde es wohl nie geben.
4.    Lesen lasse sich nicht „verordnen“ – alle Appelle seien bekanntlich verhallt: Grund dafür sei, Literatur könne nur durch sich selbst überzeigen.
5.    In der Literatur finde der Leser eine „Gegenwirklichkeit“, eine „echte Alternative“ zum banalen Alltagsleben. Einige Beispiele beleuchten Leseerfahrungen, die nur Literatur leisten könne: Liebe, Glaube, Hoffnung bzw. interkulturelles Lernen und „Selbsterfahrung“: Sie würde „uns selbst“ und den Blick auf die WELT „öffnen“, uns „bilden“ und so zu eigentlichen „Menschen“ machen. Kurz als These: „Nur lesend leben wir wirklich und können zu dem werden, was wir (eigentlich) sind“ – Mensch und nicht Tier.
6.    „Gut geschrieben ist gut gedacht“: Damit schließt sie ihren Gedankengang ab – lesend sei „die Welt“ erkennbar. Gemeint ist also immer eine „andere Welt“, nicht die, die wir zu kennen glauben.

Erwartungshorizont Aufgabe 2: Leserbrief an DIE ZEIT
„Sehr geehrte Redaktion!“

Individuelle Lösungen – Für die Bewertung wesentliche Kriterien sind u.a.
•    Bezüge des Leserbriefs zur Argumentation der Textvorlage;
•    Begründungen und Überleitungen, wenn auf Leseerfahrungen und Beispiele zurückgegriffen wird;
•    Roter Faden / Gliederung / Argumentationszusammenhänge  und Gedankenführung
Besoders negativ und damit mangelhaft sind :
•    Einfache  Inhaltsangaben ohne Bezug zur Textvorlage
(Was sollen sie an dieser Stelle aussagen / beweisen?)
•    Fehlende Bezüge zur Argumentation von Iris Radisch
•    Bloße Zustimmung ohne Begründungszusammenhänge

Erwartungshorizont Aufgabe 3:

Interpretation des Gedichts von ERICH FRIED

(vgl. dazu MATERIALIEN > L 18)
Im Rahmen der drei Texte zum Thema „lesen“ bietet es sich an, das Gedicht genau zu lesen! Der Inhalt ist schnell erfasst, wenn man nach Lektüre von Gedicht und Zitat  die Kernbegriffe von Wellershoff unterstreicht: Meditation, Reflexion, Differenzierungsreize, Wahrnehmung von Welt und Selbst. Über „zu schnelles Verstehen“ und „Routine des Bescheidwissens“ lässt sich sicher länger nachdenken. Daraus entsteht dann ein Schreibplan für die Interpretation des Gedichts.
Analyse des Inhalts: „Lernen, Gedichte zu lesen“ als Aufgabe; Gedichte können aber trotzdem kein „Rezept“ für individuelle Problemlösungen sein.
Analyse der Form: Beide Strophen sind fast wortgleich und münden in einem identischen Hauptsatz. Dessen Aussage ist nicht „Gedichte zu lesen“, sondern dieses zu „lernen“! Die indirekten Fragesätze unterscheiden sich nur durch die Buchstaben „s“ und „k“: Dadurch sind die Wörter „seine“ und „keine“ nicht nur in der Aussage unterschiedlich, die beiden Strophen sind durch diesen Unterschied antithetisch und widersprüchlich: sogar paradox, indem die 2. Strophe das Gegenteil der ersten ausdrückt!
Ein Bezug zu Dürrenmatts Thesen zu den „Physikern“ lässt sich jetzt leicht herstellen, „im Paradoxen erscheine die Wirklichkeit.“
So begonnen, entsteht nach einer kurzen Analyse von Inhalt und Form schnell ein Schreibplan, der das Verfassen einer strukturierten und überzeugenden Interpretation möglich macht. Zusammenhänge zum Text von Iris Radisch und zu weiteren Gedichten bzw. Leseerfahrungen ergeben sich jetzt wie von selbst. Wichtig ist natürlich der rote Faden in der Argumentation, inwieweit das Lesen zur Bewältigung des Lebens sowie Sinnfindung beitragen kann.
Am Schluss bleibt noch die interessante Frage zu stellen: Kann man denn auch Mensch sein /  werden, ohne zu lesen?

FEB 2012 – Beginn des 4. Semesters (Thema:  Literatur und Film)

Beide Referate heute haben mir gefallen und sollen euch zusätzlich Background für das schriftliche Abitur im April liefern. Die Bestseller des französichen Autors Francois LELORD sind mittlerweile auch als Taschenbücher erschienen und somit erschwinglich. Sie zeigen den Helden HEKTOR auf der Suche nach der verlorenen ZEIT, eine Anspielung auf Marcel Prousts Jahrhunderwerk. Vorweg reiste Hektor von Paris aus um die Welt, besonders nach Asien, um die Geheimnisse der Liebe zu entdecken bzw. machte er sich auf die Suche nach dem Glück. Alle Titel wurden selbstverständlich so formuliert, dass sie fast „vollautomatisch“ die Gunst der Leser erwarben.

Herta Müllers Roman „Heute wär‘ ich mir lieber nicht begegnet“ wurde anschließend vorgestellt.  Auch dieses Buch aus dem Verlag FISCHER ist erschwinglich und heftige Kost: Terror und brutale Verhöre durch den rumänischen Geheimdienst bilden den geschichtlichen Hintergrund dieses Bewusstseinsstroms der Erzählerin ohne Namen: „Ha, ha, nicht irr werden“. Mit diesem schrecklichen Satz endet der Roman der Nobelpreisträgerin von 2009.

In den letzten Sitzungen wurden sehr gute Referate gehalten, die unsere Doppelstunden einleiteten: Die Aufmerksamkeit der Zuhörer war bemerkenswert, der Beifall und Zuspruch ebenso. Was ich mir noch wünsche sind gezielte Nachfragen. Morgen dann Christa Wolfs Erstlingsroman „Der geteilte Himmel“.  Nach dem Referat hören wir eine Leseprobe der unlängst verstorbenen Autorin aus ihrem letzten Roman.

Surprise, surprise, das Referat wurde heute gehalten zum Thema „Die Farbe Lila“ – Vergleich von Roman und Film, was natürlich nicht auf das Semster 12.1 bezogen werden kann, sehr wohl aber auf das Semesterthema 12.2, da waren wir uns schnell einig. Vielleicht wird später das von mir gewünschte Thema (vgl. oben) noch nachgeholt.

Beide Referate zum ersten postmodernen Roman „Der Name der Rose“ von Umberto ECO und die Leistungen des Schauspielers Sean Connery  fand ich beindruckend: In der heutigen Sitzung wurden Ausschnitte aus dem Film „Finding Forrester“ vorgestellt, die aufzeigten, was Literatur zu leisten vermag und wie Herz, Hand und Verstand sich „sinnstiftend“ und beglückend verbinden können.

Die abschließende Fragestellung „Was soll ich denn nun unbedingt lesen“ – „Was darf man denn als Leser auf keinen Fall auslassen“ habe ich heute nur ansatzweise beantwortet und das ganz beswusst wie folgt:  Es gibt natürlich einen Kanon der Weltliteratur, den man im Leben quasi abarbeiten kann, aber meine eigentliche Antwort sieht eher so aus: Sich von Namen, Titeln, Begriffen „anwehen lassen“ – das auswählen und verfolgen, was euch nicht aus dem Sinn geht und dem langsam und bedächtig folgen, die Bücher und Themen und Texte bestehen außerhalb der Leser und sind einfach nur da – sie werden euch finden.

An >  diesem Autor  konnte ich nicht vorbeigehen – seine Bücher finden mich immer wieder. Und > hier eine kleine Dokumentation als Hintergrund. Carl G. JUNG legt in diesem 3-teiligen Film seine Theorie und Bedeutung der TRAUMS dar.

Hier der Zugang zum Film > Problema von Ralf Schmerberg.

Erwartungen die letzte Klausur betreffend – Jg 12.2 – März 2012

AUFG 1
Gemeinsamkeiten / Unterschiede der drei Ausschnitte aus Filmrezensionen:

Alle 3 Auszüge beziehen sich auf den Episodenfilm „Night on Earth“ von Jim Jarmusch; es handelt sich immer um Textauszüge, d.h. unvollständige Texte; sie gehen alle auf den besonderen Raum „Taxi“ ein sowie darauf, dass sich dort Menschen begegnen, die sich nicht kennen und nach kurzer Zeit wieder trennen.

Text 1 betont die „landesübliche Atmosphäre“ des jeweiligen Ortes  (Stadt) und den „flüchtigen“ Eindruck einer „Heimat“. Die Episoden im Taxi seien verbunden durch eine „Tragikomik“ des Geschehens.

Text 2 vergleicht das Taxi mit der Einheit von Zeit, Raum und Charakter im Drama. Der Autor spricht von einer „glaubwürdigen Konfrontation“ von Menschen, die sich nicht kennen würden und trotzdem würde sich eine besondere „Offenheit“ zwischen ihnen entwickeln.

Text 3 zieht Parallelen zur aktuellen Globalisierung und zu einer „vollständig vernetzten Welt“ , in der sich „kreative und kulturelle Widersprüche“ abzeichnen würden. Jarmusch nehme in all seinen Filmen diese Folgen vorweg, indem er „Sucher und Träumer“ zeige, die zur Brüderlichkeit finden würden, indem sie sich „Antworten auf ungewöhnliche Rätselfragen“ erhofften.

(Nur Text 3 bezieht sich also auf alle Filme von Jarmusch und unterscheidet sich in den Aussagen stark von 1 & 2)

AUFG 2

ACHTUNG – die Aufgabe erfordert eine BEURTEILUNG wesentlicher Aussagen:
Hier sind individuelle Lösungen und Schwerpunktsetzungen möglich. Wichtig ist eine begründete Auswahl auf die Zitate bezogen und die Gliederung und Strukturierung der eigenen Ausführungen. Welche Episode passt am besten zu welcher These / Aussage und wie gelingt die filmische Gestaltung? Worin besteht die Besonderheit in der Auswahl und Darstellung der Charaktere? Wie unterscheiden sich die Episoden? Gibt es Gemeinsamkeiten in der filmischen Gestaltung und wie lässt sich die Wirkungsabsicht beschreiben?

Es dürfte sinnvoll sein, die sprachlichen und kulturellen Unterschiede an der New York Episode aufzuzeigen. Soziale Unterschiede finden sich in der Begegnung in Hollywood, die nicht zufällig dort spielt, weil es um eine Besetzung einer Filmrolle geht (Casting). Hier sind auch die Altersunterschiede wichtig. Die Themen Behinderung und Rassismus, aber auch Erotik, lassen sich an gut anhand der Episode in Paris darstellen.

Dear all
Die schriftliche Prüfung ist vorbei – beide Aufgaben fand ich gut ausgewählt und machbar – dürfte keine echte Hürde für EUCH gewesen sein, meine ich! Falls ihr mit der Endnote nicht zufrieden seid, könnt ihr euch durch eine zusätzliche Prüfung verbessern, leider auch verschlechtern, wie bekannt. Für die restlichen Prüfungen im Abitur 2012 wünsche ich euch viel Erfolg, besonders in der PF 5 Prüfungn, die ihr aber nicht wiederholen könnt.

Yours

Peter Blöcker, StD

Ein Kommentar zu „Literatur ab 1945

  1. Diese Seite bezieht sich auf das Abitur 2012 in Niedersachsen im Fach DEUTSCH (eA). Sie kann exemplarische gelesen werden. Ich werde sie überarbeiten und vorerst so lassen, weil laut STAT viele Besucher meinen BLOG über den Titel der Seite finden >> „Literatur nach 45“.

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