To coin a phrase…

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…oder auch Idiome und ihre Bedeutungen hinterfragen. Beim Lesen stieß ich auf „going to hell in a handbasket„, was aus dem Kontext heraus recht einfach zu erschließen ist: „Langsam aber sicher dem Abgrund entgegen“, also durchaus auf die Euro Dauerkrise oder das Schulsystem oder was auch immer zu beziehen, je nach Ansicht und Gemütslage…

Der Trick besteht also – einfach gesagt – darin, das zu verbalisieren, was man versteht: „Going to hell…“ Der Zusatz „in a handbasket“ hat hier nur rhetorische Funktion und dient der Verstärkung (Alliteration). Herkunft und Bedeutung lassen sich in der Regel kaum noch klären und bleiben für Sprachwissenschaftler und andere Experten Anlass zur Freude. Mut zur Lücke und gesunder Menschenverstand: Damit lässt es sich heute recht gut leben, besonders wenn wir unseren Alltag mit längst vergangenen Tagen vergleichen: Die abgeschlagenen Köpfe wurden in Körben aufgefangen, und Hinrichtungen fanden öffentlich statt. Zur Abschreckung, wird immer wieder behauptet, doch ich denke mir: Es war ja sonst nicht viel los…

Denn wofür lebt der Mensch…

Diary

…zum Beispiel für die schönen Wochenenden, wo man gemütlich Kaffee trinken kann und in der SZ blättert (digital): Wochende | Panorama | Sprachlabor | Alfred Biolek und vieles mehr…

Erst die schockierenden Berichte aus Zypern, Berlin und Brüssel, dann die schönen Seiten oben, um wieder ins richtige Leben zu finden:

Sprachlabor: Was ist ein Shitstorm und könnte man das mit Scheiß – Sturm übersetzen? Man kann, allerdings sind geschichtlicher Kontext, Medium und auch vieles mehr zu berücksichtigen! Die Sprache von Klaus Störtebeker und der heutigen Piraten und Freibeuter ist mit Sicherheit nicht identisch. Allerdings wäre vielleicht zu klären, warum sich eine deutsche Partei immer noch PIRATEN nennt, obwohl die Konnotationen in der deutschen Bevölkerung überwiegend negativ sein dürften, so meine These. Die autonome Szene würde sicher keine Partei für die Landtage und den Bundestag ins Leben rufen und sich Anarchisten oder Chaos Truppe nennen. Schwarz ist ja leider auch schon besetzt.

Viel wichtiger finde ich die kurze Klärung des NARRATIVEN, nämlich die intelligente Frage: Brauchen wir immer noch Geschichten? Wir brauchen! Vielleicht nicht unbedingt die von Paulo Coelho, da reicht eigentlich sein erster Erfolgsroman, vielleicht noch dazu der ZAHIR, den Rest kann der LESER sich schenken und lieber seine Freunde treffen oder sich um Frau und Kinder kümmern. Die Redaktion der SZ war so schlau und gütig, uns geneigten Lesern im Anschluss an das „Sprachlabor“ den sehr schönen Artikel von Alfred Biolek zur Veranschaulichung zu schenken: Alfredo umreißt gekonnt und witzig (sozusagen mit „Mutterwitz“) die kurze Geschichte des ZDF in Relation zu seiner Erfolgsgeschichte. Eine Mischung von Intelligenz | Humor (Repertoire von 100 Witzen – mit Wein – das reicht) | ironischer Distanz und Humanität.  Chapeau Alredo |Well done, liebe SZ Redaktion |Und jetzt auf zum Strand, wo die Familie wartet …

Have a nice SUNDAY

Yours

phb